› Edward Snowden empfiehlt die Nutzung von Spideroak statt Dropbox

Der Cloud-Speicher Dropbox ist nach den Worten von Edward Snowden viel zu unsicher. Stattdessen empfiehlt der Whistleblower den Cloud-Speicherdienst Spideroak. Dort werden die Daten als auch die Passwörter bereits auf dem Nutzer-PC verschlüsselt.

spideroak-snowden-dropboxIm Gegensatz zu Spideroak speichert der Cloud-Dienst Dropbox die Passwörter und Nutzerdaten auf dem eigenen Server und muss diese den US-Behörden auf Anweisung aushändigen. Das erklärte Edward Snowden in einem Interview mit dem britischen Blatt „The Guardian“. Der Whistleblower forderte außerdem alle Nutzer auf, ihre Daten nur auf Cloud-Systemen zu speichern, die weniger anfällig vor staatlichen Zugriffen sind. Snowden verurteilte außerdem die Berufung der ehemaligen US-Außenministerin Condoleeza Rice in den Vorstand von Dropbox. Rice ist bekannt dafür, wenig Sympathie für Dinge wie Datenschutz und Privatsphäre zu haben. Drobbox ist nach den Worten von Snowden Ziel des US-Überwachungsprogramms „Prism“. Dieses Programm habe nicht nur die Fähigkeit ohne Einwilligung des Nutzers Daten zu lesen oder zu analysieren, sondern auch zu manipulieren.
Cloud-Unternehmen, so Snowden, sollten die Politik des Zero-Knowledge-Systems verfolgen. Das bedeutet, die Dienste hosten Daten im Auftrag von Kunden ohne selber Zugriff darauf zu haben.

Das Technik-Unternehmen Spideroak wurde 2006 in Illinois gegründet und bietet Cloud-Speicher für Wirtschaft und Privatpersonen an. Das bei und wenig bekannte Unternehmen verfügt über keinen Zugang zu den Daten der Kunden, die dort ihre Bilder und andere Datenspeichern. Zwar ist Spideroak ähnlich strukturiert wie Dropbox, kann aber selbst per Gerichtsbeschluss die Daten nicht herausgeben. Die Verschlüsselung ist wesentlich besser, als etwa bei Boxcryptor.
Verschlüsselt und entschlüsselt wird nur auf dem lokalen Computer. Nur der Benutzer ist im Besitz eines einzigartigen und extrem langen Schlüssels, mit dem die Dateien wieder dekodiert werden können. Dadurch sind die Daten nicht nur vor internen oder externen Hackern sicher sind, sondern verderben auch den Überwachungsdiensten den Spaß. Die dafür erforderliche Spideroak-Software gibt es für die wichtigsten Betriebssysteme wie Windows, Mac, Linux sowie für iOS und Android. Ein Problem lässt sich bei einem Zero-Knowledge-System nicht vermeiden: Bei Verlust des Passworts gibt es keine Möglichkeit mehr die Daten zu entschlüsseln. Ein Zurücksetzen des Passworts oder ein Zusenden per E-Mail ist dann nicht möglich. Ein kleiner Preis, der in den Zeiten der totalen Überwachung für die Sicherheit gezahlt werden muss.

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