GMX Cloud im Test: Speichererweiterung mit deutschem Datenschutz
Zuletzt redaktionell aktualisiert am
GMX Cloud
Server-Standorte: DE
✓Stärken & Vorteile
- ✓Serverstandorte und Rechenzentren ausschließlich in Deutschland mit voller DSGVO-Konformität
- ✓Direkte Einbindung in das GMX-Postfach und automatischer Fotoupload über mobile Apps
- ✓Standardmäßige Unterstützung des WebDAV-Protokolls für die Einbindung als Netzlaufwerk
- ✓Kostenloser Basisspeicher für Inhaber einer GMX-Freemail-Adresse
−Schwächen & Nachteile
- −Kein modernes virtuelles Dateisystem mit bedarfsgesteuerter On-Demand-Synchronisation
- −Clientseitige Zero-Knowledge-Verschlüsselung erfordert die separate Zusatzanwendung GMX Tresor
- −Vergleichsweise begrenzte maximale Speicherkontingente für datenintensive Anwendungsfälle
Fazit der Redaktion
Die GMX Cloud ist eine verlässliche und datenschutzkonforme Speicherlösung für Inhaber eines GMX-Postfachs. Wer Dokumente und Smartphone-Fotos sicher in Deutschland ablegen möchte, erhält ein solides Gesamtpaket, stößt bei komplexer Teamarbeit jedoch an funktionale Grenzen.
1. Überblick & erster Eindruck
Die GMX Cloud ist der integrierte Cloud-Speicherdienst des deutschen E-Mail-Dienstleisters GMX. Hinter dem Angebot steht die 1&1 Mail & Media GmbH mit Hauptsitzen in Montabaur und Karlsruhe, ein Tochterunternehmen des börsennotierten Telekommunikations- und IT-Konzerns United Internet AG. GMX wurde im Jahr 1997 unter dem Namen Global Message eXchange gegründet und zählt heute neben der Schwestermarke WEB.DE zu den reichweitenstärksten E-Mail- und Kommunikationsportalen im deutschsprachigen Raum. Millionen Privatpersonen sowie Freiberufler nutzen tagtäglich eine E-Mail-Adresse mit der Endung gmx.de oder gmx.net für ihre digitale Korrespondenz.
Vor diesem Hintergrund verfolgt die GMX Cloud eine klare Strategie: Anstatt als isolierter Speicherdienst aufzutreten, fungiert die Cloud als direkte Funktionserweiterung des bestehenden E-Mail-Postfachs. Die Zielgruppe besteht in erster Linie aus Privatanwendern, Familien und Einzelunternehmern, die bereits ein Postfach bei GMX führen und eine unkomplizierte Möglichkeit suchen, wichtige Dokumente, behördliche Schreiben, Rechnungen oder private Fotos zentral abzuspeichern. Durch die Zusammenführung von E-Mail-Verkehr, digitalem Adressbuch, Kalender und Cloud-Speicher unter einer gemeinsamen Benutzeroberfläche entfällt die Notwendigkeit, separate Benutzerkonten bei externen Plattformen einzurichten.
In der Produktkategorisierung ist die GMX Cloud den klassischen Cloud-Speichern zur Dateiablage und Synchronisation zuzuordnen. Der Dienst dient der geräteübergreifenden Verfügbarkeit von Daten, dem manuellen oder automatisierten Hochladen von Smartphone-Fotos und dem einfachen Teilen von Inhalten über Freigabelinks. Es handelt sich hingegen nicht um eine spezialisierte Online-Backup-Lösung für komplette Betriebssystem-Images oder Bare-Metal-Wiederherstellungen, wie sie Anbieter wie Acronis, Carbonite oder Backblaze bereitstellen.
Der erste Eindruck nach der Anmeldung im Browser fällt aufgeräumt und vertraut aus. Wer das Webportal von GMX öffnet, findet die Cloud direkt als eigenständigen Hauptreiter in der oberen Navigationsleiste neben E-Mail und Kalender. Die Oberfläche verzichtet im Speicherbereich auf überladene Steuerelemente. Auf der linken Seite befindet sich eine klassische Verzeichnisstruktur mit vordefinierten Ordnern für Dokumente, Bilder, Musik und Videos, während im Hauptfenster die abgelegten Dateien in einer Listen- oder Kachelansicht dargestellt werden. Die Bedienung erklärt sich von selbst, sodass auch technisch weniger versierte Gelegenheitsnutzer ohne Einarbeitungszeit mit dem Hochladen von Dateien beginnen können.
2. Funktionsumfang & Datensynchronisation
Der Funktionsumfang der GMX Cloud konzentriert sich auf die grundlegenden Anforderungen der alltäglichen Dateiverwaltung. Über die Weboberfläche können Anwender Dateien beliebigen Typs hochladen, neue Ordnerstrukturen anlegen, Elemente verschieben, umbenennen oder in den Papierkorb befördern. Dateien lassen sich einfach per Drag-and-Drop direkt von der lokalen Festplatte in das Browserfenster ziehen. Eine integrierte Dateivorschau erlaubt das direkte Betrachten von gängigen Bildformaten wie JPEG und PNG sowie das Lesen von PDF-Dokumenten, ohne dass diese vorab heruntergeladen werden müssen.
Auf mobilen Endgeräten wird die GMX Cloud über zwei Wege bereitgestellt: Zum einen ist der Zugriff direkt in die universelle GMX Mail App für Android und iOS integriert, zum anderen existiert eine eigenständige GMX Cloud App. Besonders nützlich im Alltag ist die automatische Fotoupload-Funktion der mobilen Apps. Sobald die Option in den Einstellungen aktiviert wird, sichert die Anwendung neu aufgenommene Fotos und Videos selbstständig im Hintergrund in die Cloud. Nutzer können dabei festlegen, ob der Upload ausschließlich bei einer bestehenden WLAN-Verbindung erfolgen soll, um das mobile Datenvolumen des Mobilfunktarifs zu schonen.
Auf stationären Arbeitsplatzrechnern mit Windows oder macOS unterscheidet sich die GMX Cloud spürbar von modernen Cloud-Spezialisten wie Google Drive, Microsoft OneDrive oder Dropbox. Während diese Anbieter hochentwickelte Desktop-Clients mit virtuellem Dateisystem („Files on Demand“) einsetzen, bei denen Cloud-Inhalte im Dateimanager nur als speicherschonende Platzhalter erscheinen und erst beim Öffnen nachgeladen werden, fehlt der GMX Cloud ein solches natives On-Demand-Dateisystem. Stattdessen setzt GMX primär auf einen Desktop-Synchronisationsassistenten, der ausgewählte lokale Ordner bidirektional mit der Cloud abgleicht.
Ein technischer Pluspunkt der GMX Cloud ist die offizielle Unterstützung des Netzwerkprotokolls WebDAV. Über die gesicherte Serveradresse lässt sich die GMX Cloud unter Windows, macOS und Linux direkt als reguläres Netzlaufwerk in das Betriebssystem einbinden. Auch netzwerkgebundene Speichergeräte (NAS) von Herstellern wie Synology oder QNAP sowie freie Synchronisationsprogramme wie Cyberduck oder rclone können per WebDAV angebunden werden. Damit erhalten technisch versierte Nutzer die Freiheit, eigene Sicherungsskripte aufzusetzen oder Dokumente ohne zusätzliche proprietäre Desktop-Software zu übertragen.
Freigabefunktionen für die Zusammenarbeit mit anderen Personen sind vorhanden, jedoch einfach gehalten. Dateien und ganze Ordner können über generierte Freigabelinks geteilt werden. Der Ersteller kann festlegen, wie lange der Link gültig bleiben soll, und den Zugriff zusätzlich mit einer vierstelligen Sicherheits-PIN schützen. Empfänger müssen kein eigenes GMX-Konto besitzen, um die freigegebenen Daten herunterzuladen. Eine gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten in Echtzeit ist jedoch nicht möglich: Die GMX Cloud beinhaltet keine kollaborative Office-Suite zur simultanen Bearbeitung von Textdokumenten oder Kalkulationstabellen im Browser.
Gelöschte Dateien werden nicht sofort unwiderruflich entfernt, sondern verbleiben zunächst im virtuellen Papierkorb. Versehentlich gelöschte Dokumente können von dort mit einem Klick an ihrem ursprünglichen Speicherort wiederhergestellt werden. Ein komplexer Versionsverlauf, der frühere Bearbeitungsstände über Monate hinweg archiviert, steht hingegen nur in eingeschränkter Form für Dokumente zur Verfügung.
3. Sicherheit, Verschlüsselung & Datenschutz (DSGVO)
Der Datenschutz und die IT-Sicherheit bilden das zentrale Verkaufsargument der 1&1 Mail & Media GmbH. Alle Daten der GMX Cloud werden ausnahmslos in unternehmenseigenen Rechenzentren in Deutschland gespeichert, die sich schwerpunktmäßig an den Standorten Frankfurt am Main und Karlsruhe befinden. Durch den ausschließlichen Serverstandort in der Bundesrepublik Deutschland unterliegt der Dienst uneingeschränkt den strengen Vorschriften der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG).
GMX ist Gründungsmitglied renommierter Brancheninitiativen: Gemeinsam mit Schwesterunternehmen engagiert sich der Anbieter in der Initiative „Cloud Services Made in Germany“ sowie dem Verbund „E-Mail made in Germany“. Diese Gütesiegel verpflichten die beteiligten Unternehmen dazu, sämtliche Datenverarbeitungsprozesse auf deutschem Boden abzuwickeln und hohe technische Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten. Die Rechenzentren des Konzerns sind nach dem internationalen Sicherheitsstandard ISO/IEC 27001 zertifiziert. Dies garantiert standardisierte und unabhängig überprüfte Prozesse im Hinblick auf Zutrittskontrollen, Ausfallsicherheit, redundante Stromversorgung und Brandschutz.
Die Datenübertragung zwischen den Endgeräten des Nutzers und den Rechenzentren erfolgt durchgehend verschlüsselt über das Transportprotokoll TLS 1.3 bzw. TLS 1.2 mit Perfect Forward Secrecy. Auch auf den Servern selbst werden die Daten im Ruhezustand (Encryption at Rest) mit AES-256 kryptografisch gespeichert. Allerdings handelt es sich bei der standardmäßigen Speicherung um eine serverseitige Verschlüsselung. Das bedeutet, dass die kryptografischen Schlüssel beim Betreiber liegen und autorisierte Systemadministratoren im Rahmen gesetzlicher Auskunftspflichten theoretisch Zugriff auf gespeicherte Dateien nehmen könnten.
Um diesem Umstand zu begegnen und auch extrem vertrauliche Inhalte abzusichern, stellt der Anbieter den sogenannten „GMX Tresor“ bereit. Hierbei handelt es sich um eine kostenlose Zusatzanwendung für Windows, macOS, Android und iOS, die technisch auf der quelloffenen Verschlüsselungssoftware Cryptomator basiert. Beim GMX Tresor erfolgt die Ver- und Entschlüsselung nach dem Zero-Knowledge-Prinzip direkt auf dem Endgerät des Anwenders mittels AES-256. Weder GMX noch Dritte haben Einblick in den vom Nutzer gewählten Tresor-Schlüssel. Wird dieser Schlüssel vergessen, existiert kein Mechanismus zur Passwortwiederherstellung, was ein Höchstmaß an Sicherheit vor fremdem Zugriff bietet.
Für den Kontozugang unterstützt GMX eine moderne Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Neben dem regulären Passwort wird beim Login ein zeitbasierter Einmalcode (TOTP) abgefragt, der über gängige Authentifikator-Apps wie Google Authenticator, Microsoft Authenticator oder Aegis auf dem Smartphone erzeugt wird. Dies schützt das Postfach und die darin eingebettete Cloud wirksam vor unbefugtem Zugriff durch gestohlene oder erratene Passwörter. Da das Unternehmen in Deutschland ansässig ist, greifen US-amerikanische Überwachungsgesetze wie der US CLOUD Act nicht, wodurch geschäftliche und private Unterlagen vor dem Zugriff ausländischer Sicherheitsbehörden geschützt bleiben.
4. Bedienung, Performance & Praxiserfahrungen
In der alltäglichen Praxis zeichnet sich die GMX Cloud durch ihre unkomplizierte Handhabung aus. Für Inhaber eines bestehenden GMX-E-Mail-Kontos entfällt jeglicher Registrierungs- oder Verifizierungsprozess: Nach dem gewohnten Login in das Postfach genügt ein Klick auf den Cloud-Reiter, um den Speicherbereich sofort zu aktivieren. Neukunden müssen sich lediglich für ein kostenloses GMX FreeMail-Postfach registrieren, was innerhalb weniger Minuten erledigt ist.
Die Navigation innerhalb des Webinterfaces gestaltet sich flüssig und logisch strukturiert. Dateien lassen sich problemlos organisieren, markieren und herunterladen. Ein nützlicher Praxisvorteil ergibt sich aus der engen Verzahnung mit dem E-Mail-Dienst: Beim Verfassen einer E-Mail können im Cloud-Speicher abgelegte Dokumente direkt als Anhang angefügt oder bei Überschreitung des Größenlimits für E-Mail-Anhänge automatisch als Cloud-Freigabelink versendet werden. Umgekehrt lassen sich Dateianhänge eingehender E-Mails mit einem Klick direkt im Cloud-Speicher archivieren, ohne den Umweg über die lokale Festplatte nehmen zu müssen.
Auf Smartphones überzeugt insbesondere die Zuverlässigkeit des automatischen Kamera-Uploads. Fotos und Videos werden nach der Aufnahme im Hintergrund hochgeladen, sobald eine stabile WLAN-Verbindung besteht. Die mobile App zeigt eine übersichtliche Zeitleiste der gesicherten Aufnahmen an. Einschränkungen zeigen sich jedoch bei den Verwaltungsfunktionen mobiler Alben: Erweiterte Sortiermöglichkeiten nach Aufnahmeort oder Personen, wie man sie von Google Fotos oder Apple iCloud kennt, sind in der GMX Cloud nicht integriert.
Die Übertragungsgeschwindigkeiten im Up- und Download bewegen sich auf einem erfreulich stabilen Niveau. Da die Rechenzentren in Frankfurt am Main unmittelbar an den DE-CIX, einen der weltweit größten Internetknotenpunkte, angebunden sind, erreichen Down- und Uploads an gängigen DSL-, VDSL- und Glasfaseranschlüssen hohe Werte. Beim Upload einzelner großer Dateien werden Bandbreiten von 50 bis 100 Megabit pro Sekunde problemlos ausgereizt, sofern der heimische Internetanschluss diese Geschwindigkeiten liefert.
Grenzen treten jedoch zutage, sobald große Datenmengen mit vielen tausend Einzeldateien synchronisiert werden sollen. Während spezialisierte Synchronisationswerkzeuge großer Cloud-Anbieter über optimierte Indexierungsalgorithmen und Block-Level-Deltasynchronisation verfügen (bei der nach einer Dateibearbeitung nur die veränderten Datenblöcke übertragen werden), überträgt die GMX Cloud Dateien stets vollständig. Bei umfangreichen Fotobibliotheken oder komplexen Quellcode-Projekten kann dies zu längeren Übertragungszeiten führen. Für den vorgesehenen Einsatzzweck als digitaler Dokumenten- und Fotoordner für den Alltag erweist sich die Leistung jedoch als vollkommen ausreichend.
5. Tarife & Preis-Leistungs-Verhältnis
Das Tarifmodell der GMX Cloud baut auf einem kostenlosen Einstiegsangebot auf und lässt sich bei wachsendem Speicherbedarf flexibel erweitern. Jeder Nutzer eines kostenlosen GMX FreeMail-Kontos erhält dauerhaft 2 GB kostenlosen Cloud-Speicherplatz zur freien Verfügung. Häufig lässt sich dieses Basiskontingent durch einfache Aktionen, wie die erstmalige Installation der mobilen App auf dem Smartphone oder das Aktivieren des Fotosynchronisations-Assistenten, kostenfrei auf 4 GB oder mehr aufstocken. Für die Verwahrung der wichtigsten persönlichen Dokumente, Notfallkontakte und einer Auswahl privater Fotos genügt dieses Gratis-Kontingent für viele Gelegenheitsanwender bereits vollkommen.
Wer mehr Speicherkapazität für umfangreiche Fotoarchive oder größere Dateisammlungen benötigt, kann kostenpflichtige Speichererweiterungen zubuchen. GMX bietet hierbei verschiedene Abstufungen an, beginnend bei 50 GB über 100 GB und 250 GB bis hin zu 1.000 GB (1 TB). Ein besonders beliebter Tarif ist das 100-GB-Paket, das für monatlich 2,49 Euro erhältlich ist. Die Abrechnung erfolgt dabei wahlweise monatlich mit flexibler Kündigungsfrist oder im Jahresabonnement. Die Bezahlung wird für deutsche Kunden bequem über das SEPA-Lastschriftverfahren oder per Kreditkarte abgewickelt.
Einen zusätzlichen Mehrwert bietet GMX für Kunden seiner kostenpflichtigen Premium-Postfächer GMX ProMail und GMX TopMail. Diese Abonnements beinhalten nicht nur ein werbefreies Postfach, erweiterte E-Mail-Sicherheitsfilter und bevorzugten Kundenservice, sondern stellen von Haus aus bereits ein größeres Speichervolumen für die GMX Cloud bereit. Nutzer von ProMail erhalten typischerweise 5 GB oder 10 GB Speicherplatz, während TopMail-Kunden noch größere Kontingente zur Verfügung stehen.
Sämtliche Tarifpreise werden von GMX transparent in Euro brutto inklusive der gesetzlichen deutschen Mehrwertsteuer von 19 Prozent ausgewiesen. Es fallen keine versteckten Gebühren für Datenübertragungen oder den Abruf von Dateien an; der Datentraffic ist bei allen Speichergrößen unbegrenzt. Gegenüber internationalen Großanbietern wie Google oder Microsoft bewegen sich die Speicherpreise auf einem konkurrenzfähigen Niveau, wobei GMX durch die strikte Einhaltung des deutschen Datenschutzes punktet.
Die aktuellen Monatspreise, Jahreskonditionen und verfügbaren Speicherstufen der GMX Cloud sind in der dynamischen Tariftabelle am Ende dieses Testberichts aufgeführt. Dort können Sie alle Details und Preise direkt mit alternativen Anbietern vergleichen.
6. Fazit & redaktionelle Empfehlung
Die GMX Cloud erreicht in unserem Testbericht eine redaktionelle Gesamtnote von 4,1 von 5,0 Sternen. Der Dienst punktet insbesondere durch seinen kompromisslosen Fokus auf den Standort Deutschland: Mit Rechenzentren in Frankfurt und Karlsruhe, der Zertifizierung nach ISO 27001 und der vollen Einhaltung der europäischen DSGVO bietet GMX eine vertrauenswürdige Plattform für sensible private Daten. Die direkte Integration in das weitverbreitete GMX-Postfach, die einfache Handhabung im Browser und der automatische Kamera-Upload auf mobilen Geräten machen den Dienst zu einer unkomplizierten Lösung für den digitalen Alltag.
Als besonderer Sicherheitsvorteil sticht der optionale GMX Tresor hervor, der anspruchsvollen Nutzern eine echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf Basis von Cryptomator an die Hand gibt. Auch die standardmäßige WebDAV-Schnittstelle zur Einbindung als Netzlaufwerk auf Arbeitsplatzrechnern und NAS-Systemen ist ein handfester Vorzug gegenüber vielen Mitbewerbern, die offene Protokolle meiden.
Kritikpunkte finden sich vor allem bei fortgeschrittenen Funktionen. Der Verzicht auf ein modernes virtuelles Dateisystem („Files on Demand“) auf dem Desktop sowie das Fehlen einer kollaborativen Online-Office-Suite zur gleichzeitigen Bearbeitung von Dokumenten verdeutlichen, dass GMX die Cloud primär als Speicherort und weniger als Arbeitsumgebung versteht. Zudem richtet sich das maximale Speichervolumen von bis zu einem Terabyte an Einzelnutzer und eignet sich kaum für datenintensive Backup-Szenarien ganzer Rechner.
In der redaktionellen Gesamtschau ist die GMX Cloud eine hervorragende Wahl für alle Personen, die bereits ein GMX-E-Mail-Postfach besitzen und ihre Dokumente, Rechnungen und Smartphone-Bilder zentral an einem rechtssicheren deutschen Ort verwalten möchten. Wer hingegen anspruchsvolle Team-Kollaboration benötigt, greift besser zu Lösungen wie Nextcloud oder Google Drive. Wer riesige Terabyte-Mengen für System-Backups sichern muss, ist bei spezialisierten Anbietern wie Hetzner Storage Box oder Backblaze günstiger und flexibler aufgehoben. Wer schließlich eine lückenlose Zero-Knowledge-Verschlüsselung für alle Daten ohne manuelle Tresor-Zusatzsoftware verlangt, findet bei Schweizer Anbietern wie Proton Drive eine passende Alternative.
Tarifübersicht & Preise: GMX Cloud
* Alle Angaben inkl. MwSt., Preise können je nach Zahlungsintervall variieren.
| Tarif | Speicher | Preis / Monat | Abrechnung | Wichtige Merkmale | Aktion |
|---|---|---|---|---|---|
GMX Cloud Free 2 GBGratis | 2 GB | 0,00 € | monatlich | 🇩🇪 DE📁 WebDAV2 GB kostenloser Online-Speicher für GMX Nutzer | Tarif wählen / Zum Angebot |
GMX Cloud 50 GB | 50 GB | 0,99 € / Monat | monatlich | 🇩🇪 DE📁 WebDAV50 GB Cloud-Speicherplatz | Tarif wählen / Zum Angebot |
GMX Cloud 100 GB | 100 GB | 1,99 € / Monat | monatlich | 🇩🇪 DE📁 WebDAV100 GB Speicherplatz | Tarif wählen / Zum Angebot |
GMX Cloud 1 TB | 1 TB | 9,99 € / Monat | monatlich | 🇩🇪 DE📁 WebDAV1.000 GB (1 TB) Speicher für große Archive | Tarif wählen / Zum Angebot |
