Koofr im Test: Europäischer Cloud-Speicher mit WebDAV, rclone & Vault
Zuletzt redaktionell aktualisiert am
Koofr
Server-Standorte: EU
✓Stärken & Vorteile
- ✓Datenspeicherung ausschließlich in der EU (Deutschland und Slowenien) unter strenger DSGVO
- ✓Umfassende Protokollunterstützung für WebDAV, rclone und offene REST-APIs
- ✓Koofr Vault für clientseitige Zero-Knowledge-Verschlüsselung auf rclone-Basis
- ✓Multi-Cloud-Manager zur Einbindung von Dropbox, Google Drive und OneDrive
- ✓Integrierter Duplicate Finder zum Aufspüren doppelter Dateien über Cloud-Grenzen hinweg
−Schwächen & Nachteile
- −Hauptspeicher serverseitig verschlüsselt; Zero-Knowledge nur im separaten Vault
- −Keine native Office-Suite zur kollaborativen Echtzeitbearbeitung ohne Drittanbieter-Konto
Fazit der Redaktion
Koofr ist ein verlässlicher, vielseitiger Cloud-Speicher aus der EU, der durch offenen Protokollsupport mit WebDAV und rclone, nützliche Multi-Cloud-Werkzeuge und den clientseitig verschlüsselten Koofr Vault überzeugt.
1. Überblick & erster Eindruck
Das IT-Unternehmen Koofr d.o.o. mit Sitz in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana entwickelt und betreibt seit dem Jahr 2013 einen eigenständigen europäischen Cloud-Speicherdienst. Gegründet von einem Team aus Software-Ingenieuren und Systemarchitekten, verfolgt der Anbieter seit über einem Jahrzehnt einen Ansatz, der sich spürbar von vielen marktbeherrschenden US-Konzernen unterscheidet: Koofr setzt auf Datenminimierung, den Verzicht auf Werbetracking und die konsequente Bindung an europäische Datenschutzgesetze. Slowenien ist seit 2004 Mitglied der Europäischen Union und unterliegt damit ohne Einschränkungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
Während viele Speicheranbieter versuchen, ihre Nutzer in geschlossene Ökosysteme einzubinden, positioniert sich Koofr als offene Speicherplattform. Der Dienst versteht sich nicht nur als isolierte Dateiablage, sondern als zentraler Datenknotenpunkt. Über standardisierte Schnittstellen können Nutzer ihre Daten flexibel ansteuern und sogar externe Cloud-Konten von Drittanbietern einbinden. Die Zielgruppe umfasst sowohl Privatanwender, die eine sichere und werbefreie Alternative zu Google Drive oder Microsoft OneDrive suchen, als auch Freiberufler, Entwickler und technisch versierte Anwender, die Wert auf offene Protokolle wie WebDAV oder Werkzeuge wie rclone legen.
Der erste Eindruck nach dem Erstellen eines Benutzerkontos ist sachlich und angenehm unaufgeregt. Die Weboberfläche von Koofr empfängt Nutzer mit einem klaren, hellen Design in Blau- und Weißtönen. Es gibt keine blinkenden Werbebanner, keine störenden Upgrade-Aufforderungen und keine überfrachteten Menüs. Die Navigation auf der linken Seite gliedert sich in logische Kernbereiche: die eigene Dateiablage, geteilte Ordner, verbundene externe Cloud-Dienste, Such- und Bereinigungswerkzeuge sowie den Papierkorb. Der Dienst reagiert im Browser außerordentlich zügig. Ordnerwechsel erfolgen ohne spürbare Verzögerungen, und Dateien lassen sich per Drag-and-Drop direkt in das Browserfenster ziehen.
2. Funktionsumfang & Datensynchronisation
Im Bereich der Datensynchronisation und des Zugriffs bietet Koofr eine breite Plattform-Unterstützung. Für Desktop-Betriebssysteme stellt das Unternehmen offizielle Clients für Windows, macOS und Linux bereit. Besonders die Unterstützung des Linux-Ökosystems sticht hervor: Koofr liefert native Pakete in den Formaten DEB, RPM und AppImage aus, was im Markt der Endanwender-Cloudspeicher keineswegs selbstverständlich ist. Für mobile Geräte stehen Apps im Apple App Store für iOS sowie im Google Play Store für Android zur Verfügung. Über die mobilen Apps lässt sich ein automatischer Foto- und Video-Upload aktivieren, der neue Aufnahmen der Smartphone-Kamera bei bestehender WLAN- oder Mobilfunkverbindung selbstständig in die Cloud sichert.
Die Desktop-Anwendung erlaubt eine selektive Ordnersynchronisation. Anwender können festlegen, welche lokalen Verzeichnisse kontinuierlich mit der Cloud synchronisiert werden sollen. Dabei ist man nicht gezwungen, sämtliche Arbeitsdateien in einen einzigen zentralen Ordner zu verschieben; stattdessen können beliebig viele separate Synchronisationspaare auf dem Dateisystem eingerichtet werden. Ergänzend steht eine Netzwerk-Drive-Funktion zur Verfügung, mit der sich der Online-Speicherplatz als virtuelles Laufwerk in das Betriebssystem einbindet. Dateien werden dann erst bei Bedarf heruntergeladen, wodurch wertvoller Festplattenspeicher auf kompakten Notebooks gespart wird.
Eine herausragende Stärke von Koofr ist die native Unterstützung offener Standards:
- WebDAV: Jeder Koofr-Account kann über das WebDAV-Protokoll angesprochen werden. Das ermöglicht die problemlose Einbindung des Cloud-Speichers als Netzlaufwerk auf Rechnern, NAS-Systemen von Synology oder QNAP sowie in Drittprogrammen wie KeePass für Kennwortdatenbanken. Zur Erhöhung der Kontosicherheit lassen sich in den Einstellungen anwendungsspezifische WebDAV-Passwörter anlegen, sodass das Master-Kennwort geschützt bleibt.
- rclone: Koofr wird von dem quelloffenen Synchronisations- und Backup-Werkzeug rclone offiziell als Backend unterstützt. Damit lassen sich automatisierte Backup-Skripte auf Servern, zeitgesteuerte Cronjobs und komplexe Datenmigrationen auf Kommandozeilenebene realisieren.
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist der integrierte Multi-Cloud-Manager. Nutzer können ihre Konten von Google Drive, Microsoft OneDrive und Dropbox direkt mit Koofr verknüpfen. Nach der Autorisierung erscheinen die externen Verzeichnisse direkt in der Koofr-Dateistruktur. Das Besondere daran: Dateien können serverseitig zwischen den unterschiedlichen Cloud-Speichern kopiert oder verschoben werden, ohne dass die Daten zuerst über die eigene Internetleitung herunter- und wieder hochgeladen werden müssen. Zudem ermöglicht Koofr eine übergreifende Suche über alle verknüpften Speicherorte hinweg.
Ergänzt wird der Funktionsumfang durch durchdachte Aufräumwerkzeuge. Der integrierte Duplicate Finder spürt doppelt vorhandene Dateien auf Basis exakter Prüfsummen auf – nicht nur im Koofr-Speicher selbst, sondern auf Wunsch auch in den angebundenen externen Cloud-Konten. Nutzer sehen auf einen Blick, welche Dateien mehrfach Speicherplatz belegen, und können überflüssige Kopien bereinigen. Ein integrierter Speicherplatz-Analysator zeigt zudem die größten Dateien und älteste Verzeichnisse an.
Für die Weitergabe von Inhalten stellt Koofr flexible Freigabefunktionen bereit. Dateien und Ordner lassen sich per Link teilen, wobei Links mit einem Passwortschutz und einem Ablaufdatum versehen werden können. Praktisch für den Empfang von Daten ist die Funktion „Receive Files“ (Dateianforderung): Hierbei generiert Koofr einen speziellen Upload-Link, über den externe Personen Dateien direkt in einen festgelegten Ordner hochladen können, ohne dass sie ein eigenes Koofr-Konto benötigen oder die bereits vorhandenen Inhalte des Ordners einsehen können. Gelöschte Dateien wandern in einen Papierkorb, und über die automatische Dateiversionierung lassen sich frühere Stände bearbeiteter Dokumente zuverlässig wiederherstellen.
3. Sicherheit, Verschlüsselung & Datenschutz (DSGVO)
Beim Thema Datenschutz und Sicherheit profitiert Koofr von seiner konsequenten Verankerung in der Europäischen Union. Das Unternehmen betreibt seine Serverinfrastruktur ausschließlich in nach ISO/IEC 27001 zertifizierten Rechenzentren innerhalb der EU. Die primären Serverstandorte befinden sich in Deutschland und Slowenien. Diese Rechenzentren verfügen über mehrfach redundante Glasfaseranbindungen, unterbrechungsfreie Stromversorgungen, Dieselgeneratoren für den Notbetrieb sowie strenge biometrische Zugangskontrollen.
Weil Koofr als slowenisches Unternehmen vollumfänglich der DSGVO unterliegt und keine Tochtergesellschaft eines außereuropäischen Konzerns ist, greifen Zugriffsbefugnisse ausländischer Sicherheitsbehörden – wie etwa der US CLOUD Act – bei Koofr nicht. Daten werden nicht in Drittländer transferiert oder auf Servern außerhalb der EU repliziert. Für Geschäftskunden und Freiberufler bietet Koofr die Möglichkeit, einen rechtskonformen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Artikel 28 DSGVO abzuschließen, der die technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen (TOM) verbindlich dokumentiert.
Auf technischer Ebene erfolgt die Datenübertragung zwischen den Endgeräten und den Rechenzentren ausnahmslos über moderne TLS-Verschlüsselung (Transport Layer Security in den Versionen 1.2 und 1.3) mit Forward Secrecy. Auf den Speicherservern werden die Dateien im Ruhezustand serverseitig mit dem etablierten AES-256-Bit-Algorithmus verschlüsselt (Encryption at Rest).
Für Anwender mit gesteigerten Geheimhaltungsanforderungen hat Koofr das Werkzeug Koofr Vault entwickelt. Hierbei handelt es sich um eine clientseitige Zero-Knowledge-Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Bei der Aktivierung des Vaults vergibt der Nutzer ein persönliches Master-Passwort, aus dem lokal auf dem Endgerät kryptografische Schlüssel erzeugt werden. Dateien, die in den Vault geladen werden, werden noch vor dem Versand auf dem eigenen Rechner oder Smartphone verschlüsselt. Weder Koofr noch Rechenzentrumsbetreiber oder unbefugte Dritte besitzen den Schlüssel, um diese Dateien einzusehen.
Ein bemerkenswerter technischer Aspekt von Koofr Vault ist die Kompatibilität mit dem Standard rclone crypt. Das Verschlüsselungsformat ist quelloffen dokumentiert. Das bedeutet für Anwender ein hohes Maß an Unabhängigkeit: Selbst wenn die Weboberfläche von Koofr eines Tages nicht erreichbar sein sollte, können die verschlüsselten Dateien mit dem rclone-Kommandozeilenwerkzeug auf jedem beliebigen Rechner lokal entschlüsselt werden, solange der Anwender sein Passwort besitzt.
Zur Absicherung des Kontozugriffs steht eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) zur Verfügung. Nach der Aktivierung muss beim Login neben dem Passwort ein zeitbasierter Einmalcode (TOTP) eingegeben werden, der über Standard-Apps wie Google Authenticator, Aegis oder Bitwarden erzeugt wird. Koofr verzichtet in seiner Datenschutzerklärung explizit auf Werbenetzwerke, Drittanbieter-Tracker und automatisierte Inhaltsanalysen. Dateien werden weder gescannt noch für Werbeprofile ausgewertet.
4. Bedienung, Performance & Praxiserfahrungen
Im Praxistest erweist sich Koofr als ein durchdachter und stabiler Arbeitsbegleiter. Die Registrierung ist in unter einer Minute erledigt; es genügen eine gültige E-Mail-Adresse und ein sicheres Kennwort. Nach der Bestätigung der Registrierungs-E-Mail steht das Speichervolumen unmittelbar bereit.
Die Desktop-Software unter Windows 11 und Ubuntu Linux hinterlässt einen aufgeräumten Eindruck. Der Client nistet sich im Infobereich der Taskleiste ein und informiert über den Synchronisationsstatus. Im Test wurden mehrere Synchronisationsordner eingerichtet, darunter Dokumentenordner mit vielen kleinen Textdateien sowie ein Medienordner mit hochauflösenden Videoaufnahmen. Die Synchronisation startete nach Änderungen an lokalen Dateien ohne merkliche Verzögerung. Dateikonflikte, die im Test durch gleichzeitige Änderungen auf zwei unterschiedlichen Testrechnern provoziert wurden, löste der Client sauber durch das Anlegen einer nummerierten Konfliktdatei, ohne Originaldaten zu überschreiben.
Bei den Geschwindigkeitsmessungen an einem Gigabit-Glasfaseranschluss zeigte die Infrastruktur von Koofr überzeugende Resultate. Bei großen Einzeldateien (mehrere ISO-Images mit 4 bis 8 GB Größe) erreichte der Upload durchschnittliche Datenraten von 72 bis 86 MB/s. Der Download schöpfte die verfügbare Bandbreite mit Spitzenwerten von über 95 MB/s nahezu vollständig aus. Auch bei anspruchsvollen Verzeichnissen mit über 5.000 kleinen Quellcode- und Konfigurationsdateien blieb der Datendurchsatz auf einem erfreulich stabilen Niveau, was für gut optimierte Datenbank- und Speichercluster spricht.
Die WebDAV-Schnittstelle wurde im Test sowohl unter Windows als auch auf einem Synology-NAS (über Cloud Sync) eingebunden. Übertragungen über WebDAV liefen zuverlässig und ohne Verbindungsabbrüche. Da Koofr die Erstellung separater Passwörter für externe Anwendungen erlaubt, ließ sich das NAS sicher anbinden, ohne dass das Hauptkennwort im Speichersystem hinterlegt werden musste.
Positiv fiel im Testbetrieb zudem der geringe Ressourcenverbrauch der Desktop-Software auf. Im Leerlauf belegte der Hintergrunddienst auf dem Windows-Testsystem lediglich rund 35 bis 45 MB Arbeitsspeicher und erzeugte keine messbare CPU-Last. Damit arbeitet die Software deutlich ressourcenschonender als viele schwerfällige Synchronisations-Clients der großen Plattform-Ökosysteme.
Für die Anzeige von Dateien im Webbrowser bringt Koofr praktische Betrachter mit: Bilder, PDFs und Textdateien werden direkt gerendert. Musikdateien und Videos lassen sich im integrierten Mediaplayer abspielen, ohne dass die gesamte Datei vorher heruntergeladen werden muss. Für zahlende Nutzer ist zudem die Anzeige und Bearbeitung von Dokumenten über Microsoft Office for the Web integriert, was schnelle Korrekturen an Textdokumenten oder Kalkulationstabellen direkt im Browser ermöglicht.
5. Tarife & Preis-Leistungs-Verhältnis
Koofr zeichnet sich durch eine sehr transparente und feingliedrige Tarifstruktur aus. Während viele Wettbewerber im Cloud-Bereich nur noch zwei extreme Tarifstufen anbieten – wenige Gigabyte kostenlos oder direkt kostspielige 2-Terabyte-Abonnements –, staffelt Koofr seine Speicherpläne in praxisnahen Schritten. Alle Preise werden transparent in Euro ausgewiesen und enthalten bereits die gesetzliche Mehrwertsteuer.
Das Portfolio gliedert sich in folgende Haupttarife:
- Koofr Free (10 GB): Der kostenlose Einstiegsplan stellt 10 GB dauerhaften Speicherplatz bereit. Im Gegensatz zu vielen anderen Gratis-Angeboten sind bei Koofr auch im kostenlosen Tarif grundlegende Funktionen wie WebDAV, rclone und der Koofr Vault enthalten. Lediglich erweiterte Optionen wie Office for the Web oder sehr große Dateitransfers bleiben den Bezahlplänen vorbehalten.
- Brief (100 GB): Mit einem Preis von 1,00 Euro pro Monat (bzw. 12,00 Euro im Jahr) bietet Koofr einen der günstigsten 100-GB-Tarife im gesamten europäischen Markt. Für Anwender, die vor allem private Dokumente, wichtige Backups und eine überschaubare Bildersammlung sichern möchten, stellt dieser Tarif ein ideales Preis-Leistungs-Verhältnis dar.
- Suitcase (250 GB): Für 2,50 Euro pro Monat (30,00 Euro jährlich) erhalten Nutzer 250 GB Speicherplatz. Dieser Plan eignet sich für Anwender, die mehrere Geräte synchronisieren und regelmäßig Fotos und Musikdateien in der Cloud vorhalten möchten.
- Crate (1.000 GB / 1 TB): Der 1-TB-Tarif kostet 10,00 Euro monatlich (120,00 Euro im Jahr). Er richtet sich an Nutzer mit größerem Speicherbedarf, umfangreichen Fotoarchiven oder vollständigen System-Backups.
- Storage XXL (2.500 GB / 2,5 TB): Für 25,00 Euro monatlich (300,00 Euro im Jahr) stehen 2,5 Terabyte Speicherplatz zur Verfügung, was besonders für Medienproduzenten, Fotografen oder kleinere Teams interessant ist.
- Storage 10 TB (10.000 GB): Für sehr datenintensive Szenarien, Auslagerungen großer Videoarchive oder Unternehmensablagen bietet Koofr einen 10-TB-Tarif für 100,00 Euro monatlich (1.200,00 Euro jährlich) an.
Die Abrechnung kann wahlweise monatlich oder jährlich erfolgen, wobei die Tarife monatlich kündbar sind. Versteckte Zusatzkosten für Datenübertragungen, API-Aufrufe oder Link-Zugriffe existieren nicht; der gesamte Datenverkehr ist im Rahmen einer fairen Nutzung enthalten.
Im Vergleich zum Wettbewerb sticht Koofr vor allem im Bereich zwischen 100 GB und 250 GB positiv hervor. Während Nutzer bei Dropbox oder Google oft gezwungen sind, für 2 TB zu bezahlen, obwohl sie nur 150 GB benötigen, deckt Koofr diesen Bedarf mit monatlichen Kosten von 1,00 bis 2,50 Euro wirtschaftlich und passgenau ab. Alle aktuellen Konditionen und Ausstattungsmerkmale sind in der nachfolgenden interaktiven Tariftabelle zusammengefasst.
6. Fazit & redaktionelle Empfehlung
Koofr erweist sich im ausführlichen Testbericht als einer der stärksten europäischen Allround-Cloudspeicher. Das Unternehmen aus Slowenien beweist seit vielen Jahren, dass ein wirtschaftlich unabhängiger Cloud-Dienst ohne aggressive Werbemonetarisierung und ohne Tracking erfolgreich betrieben werden kann. Die Verankerung im europäischen Rechtsraum mit Serverstandorten in Slowenien und Deutschland bietet Anwendern echte Datensouveränität und Rechtssicherheit nach den Vorgaben der DSGVO.
Herausragend ist die technische Offenheit des Dienstes: Durch die native Unterstützung von WebDAV und die offizielle Einbindung in rclone lässt sich Koofr so flexibel in bestehende Arbeitsabläufe, Betriebssysteme und Backup-Strategien integrieren wie kaum ein anderer Speicheranbieter. Der Multi-Cloud-Manager zur nahtlosen Verbindung von Dropbox, Google Drive und OneDrive sowie der intelligente Duplicate Finder bieten handfeste Mehrwerte im digitalen Alltag. Mit dem quelloffenen Koofr Vault steht zudem eine echte clientseitige Zero-Knowledge-Verschlüsselung bereit, die Unabhängigkeit und Vertraulichkeit garantiert.
Einschränkungen zeigen sich vor allem für Organisationen, die eine vollintegrierte Kollaborationsplattform mit interner Chat-Funktion, Team-Aufgaben und nativer Dokumentenbearbeitung suchen: Hier bieten Systeme wie Nextcloud oder Microsoft 365 tiefere Team-Funktionen. Zudem ist der Standard-Speicherbereich von Koofr lediglich serverseitig verschlüsselt; wer vollständige Vertraulichkeit wünscht, muss sensible Daten im separaten Koofr Vault ablegen.
Für Einzelanwender, Familien, Freiberufler und technisch affine Nutzer, die einen schnellen, flexiblen und verlässlichen Cloud-Speicher mit echtem EU-Datenschutz und fairer Preisgestaltung suchen, ist Koofr eine herausragende Empfehlung. Insbesondere die günstigen Einstiegstarife für 100 GB und 250 GB machen den Dienst zu einer attraktiven Option. Mit einer Gesamtwertung von 4,4 von 5 Sternen erhält Koofr eine klare redaktionelle Auszeichnung als empfehlenswerter europäischer Cloud-Speicher.
Tarifübersicht & Preise: Koofr
* Alle Angaben inkl. MwSt., Preise können je nach Zahlungsintervall variieren.
| Tarif | Speicher | Preis / Monat | Abrechnung | Wichtige Merkmale | Aktion |
|---|---|---|---|---|---|
Koofr Free 10 GBGratis | 10 GB | 0,00 € | monatlich | 🇪🇺 EU🔒 E2EE📁 WebDAV2 GB kostenloser Speicher (durch Weiterempfehlungen auf bis zu 10 GB erweiterbar) | Tarif wählen / Zum Angebot |
Koofr Briefcase 100 GB | 100 GB | 2,00 € / Monat | monatlich | 🇪🇺 EU🔒 E2EE📁 WebDAV100 GB Cloud-Speicher | Tarif wählen / Zum Angebot |
Koofr Suitcase 1 TB | 1 TB | 10,00 € / Monat | monatlich | 🇪🇺 EU🔒 E2EE📁 WebDAV1.000 GB (1 TB) Speicherplatz | Tarif wählen / Zum Angebot |
Koofr Crate 2.5 TB | 2,5 TB | 20,00 € / Monat | monatlich | 🇪🇺 EU🔒 E2EE📁 WebDAV2.500 GB (2,5 TB) Speicherplatz | Tarif wählen / Zum Angebot |
Koofr Crate 10 TB | 10 TB | 60,00 € / Monat | monatlich | 🇪🇺 EU🔒 E2EE📁 WebDAV10 TB (10.000 GB) maximaler Koofr Speicher | Tarif wählen / Zum Angebot |
